Teufelsinsel

Die Teufelsinsel, französischer Name Île du Diable, liegt etwa 13 Kilometer vor der Küste von Französisch-Guayana (Südamerika, zwischen Brasilien und Suriname) im Atlantik. Da Französisch-Guayana ein voll integrierter Teil des französischen Staates ist, gehört das Land und damit auch die Teufelsinsel zur Europäischen Union (EU). Der Euro ist hier gesetzliches Zahlungsmittel.

Größe und Lage der Teufelsinsel

Die Teufelsinsel gehört zur Inselgruppe der Îles du Salut. Sie ist die kleinste der Inseln aber aufgrund ihrer Nutzung als Gefängnisinsel die bekannteste dieser.

Die Teufelsinsel ist 14 Hektar groß. Die höchste Erhebung der Insel liegt 40 Meter über den Meeresspiegel.

Teufelsinsel heute

Heute befindet sich auf der Insel eine Radar- und Funkstation zur Überwachung der Raketenstarts vom Weltraumbahnhof Centre Spatial Guyanais der Europäischen Weltraumorganisation in Kourou.

Teufelsinsel als Gefängnisinsel

Zwischen 1852 und 1946 wurde die Teufelsinsel als Strafkolonie für verurteilte Schwer- und Berufskriminelle genutzt. Der bekannteste Gefangene war allerdings der Artilleriehauptmann Alfred Dreyfus (Dreyfus-Affäre), der hier ab dem 13. April 1895 gefangen gehalten wurde. Alfred Dreyfus war wegen Hochverrat am französischen Staat verurteilt worden (1906 wurde er rehabilitiert). Auf der Teufelsinsel saß Dreyfuss vier Jahre ab.

Teufelsinsel im Film

Auf der Insel spielt der vermeintlich autobiographische Roman Papillon von Henri Charrière. Dieser wurde im Jahre 1973 verfilmt (Papillon). Hauptdarsteller waren Steve McQueen und Dustin Hoffman. Der Film beinhaltet auch eine abenteuerliche Flucht und deren Planung von der Teufelsinsel.

Flucht von der Teufelsinsel

Im Roman bzw. Film Papillon geht es unter anderem um die Flucht von der Teufelsinsel. Gerade die Lage mitten im Meer soll Insassen auf Gefängnisinseln ja abschrecken, die Flucht zu riskieren. Das Meer um die Insel herum galt zu dem auch als Haiverseucht. In Papillon wird die Flucht mit Hilfe eines mit leeren Kokosnüssen gefüllten Sack erzählt. So wie es Henri Charrière, Autor des Romanes, bewerkstelligt haben wollte. Anfang der 1970er Jahre wurde ein solcher Fluchtversuch durch den Meeresforscher Hans Hass nachgestellt. Im Gelang die Überquerung des Meeres mit dem Kokosnuss-Sack und vor allem, ohne einen Hai zu Gesicht zu bekommen. Eine Flucht von der Insel, wie in Papillon, dargestellt, wäre also wohl möglich gewesen.


 

Insel Lexikon | Impressum | Insellexikon | 2017