Insula

Lateinisches Wort für Insel, ist die Bezeichnung für Häuserblocks in meist rechtwinklig angelegten Städten im Altertum, insbesondere im römischen Weltreich und hier insbesondere in Rom. So wurden Mietshäuser im alten Rom als Insula bezeichnet.

Meist kosteten Wohnungen in ihnen wenig Miete. In der Regel waren die Gebäude sechs bis sieben Etagen hoch, wobei es auch häufig vorkam, dass der Besitzer einer Insula ein Gebäude eigenmächtig aufstockte. So sind aus dem alten Rom zahlreiche Zusammenbrüche solcher Insulas bekannt, wo die unteren Stockwerke den illegalen Aufbauten nicht gewachsen waren. Eine weitere Gefahr war die Bauweise der zusätzlichen Stockwerke, um Gewicht zu sparen, waren diese meist aus Holz, was natürlich Brände begünstigte.

Im Erdgeschoss einer Insula fanden sich häufig Geschäfte (tabernae), darüber die Wohnungen (cenacula) der Mieter. Je weiter oben man wohnte, desto günstiger, aber auch enger die Wohnung. Komfortabler ging es in der Bodennähe zu, wo die besser ausgestatteten Wohnungen einer Insula zu finden war.

Kaiser Augusts führte für die Insulae eine Höhenbegrenzung von 18 Metern ein. 64 n. Chr. Kam es zum Brand von Rom unter Kaiser Nero, die Höhe der Insulae wurde auf 21 Meter begrenz und es wurde angeordnet, das zwischen den Gebäuden mindestens drei Meter Abstand vorhanden sein müssen. Unter Kaiser Trajan wurde die Höhe dieser Mietshäuser wieder auf 18 Meter begrenzt.


 

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