Die größten Inseln der Welt und ihre Namen

Die zehn größten Inseln der Welt und die Herkunft ihrer Namen. Der Inselname von Grönland (Grünland) mutet heute fast wie ein Irtum an.

Warum ist Grönland die größte Insel der Welt?

Warum ist Grönland die größte Insel der Welt und nicht Australien, was unterscheidet den Kontinent Australien von Grönland, was macht diese Landmasse zu Insel und nicht zum Kontinent?

Grönland gilt gerade noch als Insel, Australien ist bereits ein Kontinent. Grönland ist dabei nur ein Drittel so groß wie Australien. Wobei die Größe nicht ausschlaggebend ist, bei der Frage Insel oder Kontinent. Dies wäre eine willkürliche Einteilung. Australien wird nicht als Insel gezählt, da diese Landmasse auf einer eigenen Kontinentalplatte liegt. Auf dieser Kontinentalplatte liegen auch Neuseeland und Tasmanien. Grönland hingegen ist geologisch gesehen ein Teil von Nordamerika, eine eigene Kontinentalplatte hier Fehlanzeige.
Allerdings ist diese Argumentation gleich aus mehreren Gründen nicht stichhaltig:



1. Grönland (Grünland)

875 wurde Grönland durch den Norweger Gunnbjörn mehr oder weniger entdeckt. Dieser nannte das Eiland noch nach sich Gunnbjörnland. Nur wenige Jahre später floh Erik der Rote aus Island und gab der Insel ihren heutigen Namen Grönland (Grünland). In der mittelalterlichen Warmzeit war die Insel wohl noch nicht mit Schnee und Eis bedeckt. Es könnte aber auch sein, dass er sich mit diesen Namen ein besseres Anwerben von Siedlungswilligen versprach.

Der Name Grönland (Grünland) mutet heute fast wie ein Irrtum, aber tatsächlich war die Insel einmal grün. Und leider wird der Klimawandel nach und nach auch dafür sorgen, dass Eis, Schnee und Gletscher wieder verschwinden.

Grönland wirkt etwas abgelegen, die Wikinger entdeckten die Insel vor Nordamerika um 1000 n.Chr. Allerdings waren sie nicht die ersten, die hier siedelten, die ersten Einwanderergruppen kam ca. 2500 v. Chr. Aus Richtung Nordamerika auf die Insel. Allerdings starben diese auch wieder aus. So dass die Wikinger von Island kommen einen unbewohnten Süden vorfanden. Sie hielten sich bis ins späte 15. Jahrhundert, bis ungefähr zu der Zeit als Christoph Kolumbus in der Karibik landend Amerika entdeckte. Im 13. Jahrhundert wanderten aber die Inuit auf Grönland ein und blieben bis heute.

Grönland hat also eine durchaus lange Geschichte. Heute sind etwa 88 Prozent der Bevölkerung von Grönland Inuit oder gemischter Herkunft (Dänisch-Inuit). Die restlichen 12 Prozent sind europäischer bzw. dänischer Abstammung.

Eine Besonderheit hat Grönland noch beim Verkehrsnetz: Obwohl die größte Insel der Welt eine Fläche von 2,16 Millionen Quadratkilometern hat (das sechsfache von Deutschland), allerdings mit nur 56.000 Einwohnern (Deutschland 83 Millionen) gibt es nur in den Städten Straßen. Um von einer Stadt in die andere zu gelangen nutzen die Grönländer Verkehrsmittel wie Helikopter, Flugzeuge, Schneemobil oder auch Hundeschlitten. Am populärsten sind allerdings Boote.
Auf Grönland geht vom 25. Mai bis zum 25. Juli die Sonne nie völlig unter. Es ist ein einziger Tag, mit einem Sonnenaufgang im Mai und einem Sonnenuntergang im Juli. Der längste Tag des Jahres findet seinen Höhepunkt dann am 21. Juni, dann wird nicht nur die Sommersonnenwende, sondern auch ein Feiertag begangen.


2. Neuguinea

1545 landete der Spanier Iñigo Ortiz de Retez auf Neuguinea, die von dem ersten Europäer, dem Portugiesen Jorge de Meneses 1526 noch Papua genannt worden war nach dem malaiischen Wort für kraus nach dem krausen Haar der Bevölkerung, die er vor fand. Iñigo Ortiz de Retez nannte die Insel dann Neuguinea, da ihn die Küste an das afrikanische Guinea erinnerte, an dem er zuvor vorbei gesegelt war.

3. Borneo

Borneo liegt im Malaiischen Archipel in Südostasien. Borneo ist in der weltweiten Liste der größten Inseln zwar nur auf Platz drei zu finden, es ist aber die größte Insel Asiens. Flächenmäßig ist Borneo etwa drei Mal so groß wie Deutschland. Auf der Insel finden sich Gebiete der drei Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei.

Die Insel ist unter vielen Namen bekannt. International ist sie als Borneo bekannt, abgeleitet vom europäischen Kontakt mit dem Königreich Brunei im 16. Jahrhundert. Auf einer Karte aus der Zeit um 1601 wird die Stadt Brunei ganz klar als Borneo bezeichnet, und auch die gesamte Insel wird als Borneo bezeichnet. Der Name Borneo leitet sich möglicherweise vom Sanskrit-Wort váruṇa ab, was entweder "Wasser" oder Varuna, den hinduistischen Gott des Regens, bedeutet.

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4. Madagaskar

Madagaskar ist nach Indonesien der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat der Welt. Die Insel liegt vor der Ostküste Mosambiks im Indischen Ozean. Früher war Madagaskar eine französische Kolonie.

Der Name Madagaskar stammt von Marco Polo, dem italienischen Forscher, der eine afrikanische Insel mit unaussprechlichem Reichtum als Madeigascar beschrieb.

5. Baffin Insel

Benannt nach dem englischen Entdecker William Baffin (1584 bis 1622).

6. Sumatra

Der ursprüngliche Name von Sumatra war Swarna Dwipa (Insel des Goldes).

7. Honshū, früher auch Hondo genannt

größte Insel Japans. Der Name bedeutet soviel wie Hauptstaat.

8. Großbritannien

England und Wales bildeten im Altertum die römische Provinz Britannia. Der Name Britannia wird gerne vom altirischen brith- bzw. breith- abgeleitet, was so viel wie tätowiert bedeutet. Allerdings wurde Importzinn schon im Ägypten der Pharaonen als preton bezeichnet, so dass der Name Britannien auch älter als die keltische Besiedelung sein kann.

9. Victoria-Insel

Die zu Kanada gehörende Victoria-Insel wurde 1839 nach der britischen Königin Victoria benannt.

10. Ellesmere Island (Ellesmere-Insel)

Die Ellesmere Insel wurde 1816 von William Baffin entdeckt. Edward Inglefield erkundete die Insel Mitte des 19. Jahrhunderts und benannte sie nach Francis Egerton, dem ersten Grafen von Ellesmere, einem britischen Politiker, Schriftsteller und Kunstliebhaber.

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